Netzwerk Stoppt Kinderarmut
Dabei seit 02.09.2010
Das Netzwerk ist ein Arbeitsbündnis von sozialen Einrichtungen und interessierten Bürgern, welches 2007 geschlossen wurde. Es hat sich zum Ziel gesetzt, in gemeinsamer Anstrengung die Situation von armen Kindern in der Region Göttingen zu verbessern.
Kinderarmut in Göttingen hat viele Gesichter
Laut einer Befragung von 41 sozialen Einrichtungen in Göttingen aus 2007 (Fragebogenrücklauf: 51 %) gibt es mannigfaltige Erscheinungsformen des Armutsphänomens bei Kindern. Am häufigsten wurden von den Einrichtungen Defizite im sozialen und kulturellen Bereich benannt. Sie zeugen davon, wie armen Kindern und Jugendlichen die Teilhabe am normalen gesellschaftlichen Leben erschwert bzw. unmöglich gemacht wird. Das folgenden
Fallbeispiel sind der Praxis entnommen. Die Namen wurden zum Schutz der Betroffenen verändert.
In der Fallgeschichte haben wir es mit dem Phänomen der verschämten Armut zu tun. Soziale Einrichtungen kennen Eltern, denen ein Anspruchsdenken sehr fern liegt. Sie versuchen ihren Kindern – soweit der finanzielle Rahmen es erlaubt – einen guten Start in die Zukunft zu ermöglichen. Hilfe nehmen sie nur sehr zögerlich, wenn überhaupt an, weil es ihren Wertvorstellungen zuwiderläuft.
Eine Familie aus dem vorderasiatischen Raum bemüht sich aufopfernd der Gesellschaft (Solidargemeinschaft) finanziell nicht zur Last zu fallen. Der Vater von 3 schulpflichtigen Kindern arbeitet als Taxifahrer für 700-800 €. Er ist ein in seinem Heimatland ausgebildeter Ingenieur. Er weiß, dass er als Arbeitsloser für seine Familie einschließlich Wohngeld etc. wesentlich besser finanziell gestellt wäre. Da er aber unter allen Umständen die Würde der Familie und insbesondere der Kinder wahren möchte, nimmt er die entstandene Armut oder neudeutsch „working poor“ in Kauf. „Ich schäme mich Geld von den Menschen anzunehmen, die mir und meiner Familie Asyl gewährt haben, denn ich kann doch arbeiten. Ich weiß aber nicht, wie ich z.B. den Taschenrechner für die Schule bezahlen soll (circa 120 €) oder den Sportverein der Kinder.“
Trotz netter Kochfibeln, die uns weiß machen wollen, wie man sich Schnäppchen und Häppchen-jagend auch mit wenig Geld gesund ernähren kann, ist es Fakt, dass biologisch wertvolle Produkte nun einmal kostspieliger sind. Fakt ist darüber hinaus, dass es in Göttingen Kinder gibt, die in Abfallkörben nach Nahrungsmitteln Ausschau halten, weil in der Familie auf verlässliche und ausreichende Ernährung nicht geachtet wird..Weitere Bsp. unter: http://www.kinderarmut
Das möchte das Projekt vermitteln
Sensibilisierung für das Thema Armut in unserer Gesellschaft, Hilfe zur Selbsthilfe organisieren um nachhaltige Hilfen stellen zu können.
Teilbereiche der Nachhaltigkeit
Sozial-Kulturelle Angebote
Hilfsangebote
Hintergrundinformationen
Die nächsten Maßnahmen und Schritte
Erweiterung der Homepage mit weiteren Hilfsangeboten für Kinder in Armut
Mehr Öffentlichkeitsarbeit
Weitere Hilfsangebote anbieten
Netzwerk ausbauen
Konkrete Hilfen organisieren
Mit dem dm-Fördergeld konnten wir unsere Internetpräsenz erweitern und einen Flyer sowie Aufkleber über das Netzwerk drucken
So macht das Projekt auf sich aufmerksam
Flyer, Homepage, Veranstaltungen
Projekttagebuch
Eintrag vom 08.02.2012
Grüne Woche im Kaufpark Göttingen
Auch dieses Jahr fand vom 05-14.02.2012 im Kaufpark Göttingen die Grünen Woche statt. Die Stadtwerke präsentieren wie in den Vorjahren die Kochshows in der Live-Küche, in der auf Gas gekocht wird. An den neun Veranstaltungstagen sind insgesamt 24 Kochshows im Programm. Das sind mehr als jemals zuvor. Erneut haben sich eine Vielzahl prominenter Köche haben angemeldet.
Und auch wir als Netzwerk Stoppt Kinderarmut in Göttingen nahmen am 06.02.2012 zusammen mit der Bürgerstiftung Göttingen daran teil.
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Eintrag vom 05.02.2012
"Ideen-Initiative Zukunft" 2012
Das Netzwerk Stoppt Kinderarmut in Göttingen nimmt auch in diesem Jahr wieder an der Aktion "Ideen-Initiative Zukunft", eine Kooperation von dm mit
der Deutschen UNESCO-Kommission, teil. Am 11.02.2012 in der Zeit zwischen 11.00 - 13.00 Uhr stellen wir unser Projekt allen Interessierten im
dm-drogerie markt Göttingen, An der Lutter 22 37075 Göttingen, vor.
Am 29.02.2012 nimmt die Aktion ihren Abschluss mit einer Kassieraktion in der Mittagszeit. Nähere Infos dazu folgen in Kürze.
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Eintrag vom 29.01.2012
Kinderarmuts-Rückgangs-Lüge
Jubelmeldungen allenthalben.
Die Gesellschaft für Konsumforschung meldet wieder einmal, die Kauflaune
der Deutschen sei ungebrochen.
Eine Meldung, wie sie oft genug ein paar Monate später von den Zahlen des
Statistischen Bundesamtes widerlegt wurden.
Die Wirtschaftsforschungsinstitute sehen in ihren Glaskugeln die
allerbesten Aussichten für die deutsche Wirtschaft.
Vor allem das ZEW überschlägt sich geradezu vor lauter Freude,
die besten Aussichten aller Zeiten prognostizieren zu können.
Die Krönung aber ist die frohe Kunde,
dass die Kinderarmut
so kräftig zurückgegangen ist.
http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2012/4.html
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Eintrag vom 21.01.2012
Neues Video auf unserer facebookseite
Auf unserer facebookseite haben wir ein neues Video eingestellt. Schaut doch mal vorbei bei facebook unter Netzwerk Stoppt Kinderarmut in Göttingen.
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Eintrag vom 28.11.2011
Netzwerk Stoppt Kinderarmut in Göttingen jetzt neu auf Facebook
Für alle Freunde von facebook, wir sind jetzt auch dort mit einer eigenen Seite vertreten die gerade aufgebaut wird. Schaut doch einfach mal vorbei.
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Eintrag vom 23.11.2011
Netzwerk Stoppt Kinderarmut bereitet die Teilnahme an der Kampage Ideen Initiative vor
Beim heutigen Netzwerktreffen war ein Thema die Vorbereitung auf die Teilnahme an der Kampage Ideen Initiative im dm Markt Göttingen 2012. Wir freuen uns wieder teilzunehmen und alle dürfen gespannt sein, was wir uns ausgedacht haben.
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Eintrag vom 11.11.2011
"Miteinander - Füreinander" im Kauf Park Göttingen
Die größte Benefizveranstaltung Norddeutschlands fand vom 7. bis 12. November im Kauf Park Göttingen unter der Schirmherrschaft der Niedersächsischen Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Frau Aygül Özkan, statt.
Nahezu 50 gemeinnützige, karitative und kirchliche Organisationen aus der Region waren in dieser Zeit im Kauf Park auf der Ladenstraße auf ihre tolle und vielfältige Arbeit aufmerksam machen.
Das Netzwerk Stoppt Kindermut in Göttingen nahm zusammen mit der Bürgerstiftung Göttingen am 10.11.2011 an der Veranstaltung teil. Dirk Oelkers von der Bürgerstiftung hatte mit seinen Helfern einen schönen Stand aufgebaut mit vielen Informationen unserer Arbeit. Ein Highlight waren die Fruchtsäfte welche die Schüler und Schülerinnen der Voigt Realschule liebevoll und lecker selber herstellten. Viele Besucher freuten sich an diesem kalten Tag über die Extra Portion Vitamine.
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Eintrag vom 10.11.2011
Netzwerk im Kaufpark 2011
Am 10.11.2010 nahm das Netzwerk an dem Aktionstag im Kaufpark "Miteinander - Füreinander" teil. Im folgenden 1 Bild von dem Tag:
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Eintrag vom 09.11.2011
Das dm-Kundenmagazins alverde schreibt über das Netzwerk
Das Netzwerk „Stoppt Kinderarmut in Göttingen“ ist ein Arbeitsbündnis aus sozialen Einrichtungen und interessierten Bürgern. Essetzt sich seit 2007 für arme Kinder in Göttingen und Umgebung ein. „Vor allem Defizite bei den sozialen und kulturellen Kompetenzen zeugen davon, wie armen Kindern und Jugendlichen die Teilhabe am normalen gesellschaftlichen Leben erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird“, berichtet Mitinitiator Jost Reimar Leßmann. Häufig haben die Menschen, die unter Armut leiden, nicht den Mut, sich Hilfe in der Gesellschaft zu suchen und leben in einer sogenannten
verschämten Armut. Das Netzwerk leistet hier Aufbauarbeit. „Wir möchten für das T ema Armut in unserer Gesellschaft sensibilisieren und Hilfe zur Selbsthilfe organisieren, um nachhaltige Unterstützung stellen zu können.“
Das dm-Fördergeld setzte das Netzwerk ein, um seine Internetpräsenz zu erweitern sowie Flyer und Aufkleber zu produzieren, die die Bürger auf
seine Arbeit aufmerksam machen.
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Eintrag vom 18.07.2011
Chancen nutzen!
Chancen nutzen!
– Hinweise zur Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets in Hartz IV
Gut ein Jahr nach dem Regelsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 9. Februar 2010 wurde nach wochenlangem Tauziehen im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat endlich eine Hartz IV-Reform beschlossen. Das Bundesverfassungsgericht hatte die Herleitung der Regelsätze für Hartz IV für grundgesetzwidrig erklärt und eine Neuberechnung gefordert.
Ein weiterer Kernpunkt der Reform ist neben den Regelsätzen das so genannte Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder und Jugendliche. Bereits im letzten Sommer brach dazu eine Diskussion um Geld- oder Sachleistungen aus, die sich vor allem an dem Vorschlag der Arbeitsministerin festmachte, maschinenlesbare Chipkarten an die Kinder zu verteilen.
„Kinder verdienen mehr“ – Unter diesem Titel präsentierte der Paritätische zur gleichen Zeit ein eigenes Konzept zur Umsetzung des Verfassungsgerichtsurteils. Statt verwaltungsaufwändiger und kostenträchtiger Gutscheinsysteme und Pro-Kopf-Abrechnungen für Fördermaßnahmen wurde ein einklagbarer Rechtsanspruch auf Maßnahmen der Jugendarbeit im Kinder- und Jugendhilfegesetz gefordert.
Den ganzen Text finden Sie auf: www.der-paritaetische.de/startseite/eigene-veroeffentlichungen/
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