Wajibu wetu - Hand in Hand für Kenia
Dabei seit 01.12.2011
Das kenianische Ehepaar Jane Nyambura Kithioma und George Kilonzo Kithioma hat 2005 in Eigeninitiative zusammen mit John Kinuthia Gathu das Kinderheim "Wajibu wetu" im Nordwesten von Nairobi aufgebaut und betreut dort mit erfahrenen heimischen Mitarbeitern Straßen- und Waisenkinder.
Das Projekt ist auf Hilfe angewiesen, da der kenianische Staat die vielen Kinderheime nicht finanziell versorgen kann. Deshalb wurde im August 2005 der deutsche Trägerverein "Wajibu wetu - Hand in Hand für Kenia e. V." gegründet.
Unser Anliegen ist es vor allem durch Geldspenden, sowie durch sonstige Hilfe, die Arbeit im Heim "Wajibu Wetu" zu unterstützen und das Projekt möglichst vielen Menschen vorzustellen. Dabei respektieren wir den Wunsch der Heimleitung nach Eigenverantwortung, der sich auch im Namen "Wajibu Wetu" ("unsere Veranntwortung") widerspiegelt. Das heißt, wir handeln nicht nach dem Motto: "Wer zahlt, schafft an."
Seit mehreren Jahren betreuen wir auch Kinder, die nur noch einen Elternteil haben oder bei Verwandten untergebracht sind. Wajibu wetu finanziert ihre Ausbildung und Schulkleidung, etc.(outreach programme).
Wambuj beispielsweise, ein neunjähriges Mädchen, deren Vater bei einem Unfall auf dem highway ums Leben kam, lebt mit ihrer Mutter und ihren drei älteren Brüdern in einer armseligen Lehmhütte in einem Slum in Nairobi.
Ohne die Unterstützung von Wajibu wetu könnte die Mutter ihre Kinder nicht versorgen oder zur Schule schicken. Das Mädchen und ihre zwei älteren Brüder kommen regelmäßig an den Wochenenden und in den Ferien um verköstigt zu werden.
Um möglichst unabhängig zu sein, bewirtschaftet Wajibu wetu seit 2006 Gemüsefelder, auf denen Kartoffeln, Kohl, Zucchini, Spinat, Karotten, u.v.m. angebaut werden.
In einzigartiger Weise schaffen es die Heimeltern Jane und George, die teils schwer traumatisierten Kinder zu heilen. Durch fürsorgliche Zuwendung und eine familiäre Atmosphäre schöpfen die Leidgeprüften wieder Hoffnung, dürfen einfach "Kind" sein ohne die tägliche existientielle Angst um's Überleben und erfahren, was GEBORGENHEIT bedeutet.
Das möchte das Projekt vermitteln
Viele unserer aktiven Vereinsmitglieder sind mit den Heimeltern freundschaftlich verbunden und haben "Wajibu wetu" schon selbst besucht. Seit November 2008 arbeiten in unserem Heim regelmäßig deutsche Praktikantinnen mit und lassen uns mit ihren lebendigen Berichten (siehe homepage) am Heimalltag teilhaben.
In vielen Schulen, nicht nur in Bayern, stellen wir unser Projekt vor und erzählen den faszinierten Kindern vom anderen Leben in Kenya.
Gleichzeitig wird über die deutschen Besucher und volunteers den Heimkindern eine andere Welt eröffnet, sie haben Hoffnung für ihre Zukunft; die Heimeltern waren 2007 und 2011 in Deutschland und zwei kenianische Au pairs lernten Deutschland näher kennen.
So entsteht ein wunderbarer kultureller Austausch, bei dem beide Seiten viel lernen und ideell bereichert werden! Wir bezeichnen uns mit Stolz als "eine große internationale Familie"!
Teilbereiche der Nachhaltigkeit
Alle drei Teilbereiche der Nachhaltigkeit werden berührt:
Ökologisch: Regelmäßig bilden wir unsere kenianischen Freunde im Umweltschutz weiter. Ganz konkret wurde 2010 der Versuch einer Bio-Gas-Anlage gestartet, unser Feld wird ökologisch nachhaltig bewirtschaftet, ein Recycling- Projekt einer Praktikantin versuchte sich in Mülltrennung, seither gibt es auch einen Kompost, der dann zum Düngen der Gemüsefelder verwendet wird. Langfristig planen wir Solaranlagen und suchen dazu noch Partner.
Wirtschafltich: Für unsere größeren Mädels, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, sind wir mit international arbeitenden Firmen in Kontakt, um Ausbildungsplätze zu finden bzw. zu schaffen. Ein Projekt mit der LMU München läuft gerade an, wo Studenten es in Kenya ansässigen Firmen mit überzeugenden Argumenten "schmackhaft" machen wollen, Jugendliche auszubilden.
Sozial-kulturell: Der sozial-kulturelle Austausch bildet sicherlich einen Schwerpunkt unseres Projektes, davon habe ich bereits oben berichtet. Im Angesicht der steigenden Globalisierung halten wir es für unverzichtbar zu teilen - nicht nur im ökonomischen Sinne mit Spenden, sondern unsere Ansichten, Kulturen und Lebensweise miteinander zu teilen, uns auszutauschen und voneinander zu lernen.
Die nächsten Maßnahmen und Schritte
- Um die laufenden Kosten des Heimes (Essen und Ausbildung für 30 Kinder, outreach programme, Löhne, Miete, Baumaßnahmen, ...) zu finanzieren, überweist der Verein "Wajibu wetu - Hand in Hand für Kenia e. V." monatlich rund 4.000 Euro.
- Praktikanten werden hier ausführlich über kenianische Gebräuche und kulturelle Besonderheiten informiert und während des gesamten Aufenthaltes begleitet und persönlich betreut.
- Bildervorträge in Gemeinden, Schulen und privat wecken das Bewusstsein und meist auch die Begeisterung für die andersartige Kultur und Lebensweise der Kenianer und rücken oft unsere "Wohlstands-Probleme" wieder ins rechte Licht.
Konkrete Pläne:
- Kauf eines eigenen Grundstück und Bau eines Heimes mit mehr Platz für die Entfaltung unserer Kinder
- Austausch mit Firmen und Universitäten wegen Ausbildungsplätzen für unsere Jugendlichen, evtl. Einführung in handwerkliche Berufe durch deutsche Gesellen (Austausch-Programm)
- Fortbildung unseres Gärtners in ökologischer Landwirtschaft durch Austausch mit kompetenten Partnern hier in Deutschland und vor Ort
- Chorprojekt mit unseren singenden Mädels (Auch hier sind Sponsoren für die zweiwöchige "Bayern-Tournee" unseres "Wajibu wetu - Chores" gesucht!)
So macht das Projekt auf sich aufmerksam
Wir organisieren:
- Bildervorträge in Schulen, Gemeinden oder auch privat
- Spendenläufe in Schulen und Gemeinden
- Bazare, Verkaufsstände in Schulen und auf Afrika-Festen
- Straßen- und Sommerfeste zugunsten unseres Projektes
- Wajibu wetu - Foto-Kalender
- homepage www.wajibuwetu.de
- Flyer
Sie können helfen durch:
- einmalige Spenden
- Mitgliedschaft im deutschen Trägerverein (ab 5 Euro monatl.)
- Lotsen anderer auf unsere homepage oder Flyer verteilen
- Bewerbung um einen Praktikumsplatz
- Besuch unseres Heimes während eines Kenia-Urlaubes und den Kindern z. B. mit frischem Obst den Tag versüßen
- Sponsern eines Heim-Ausfluges
- Geburtstags- oder Hochzeits-Aktionen (statt Geschenke Spenden für unser Projekt)
- Straßen- oder Sommerfeste organisieren und Erlös spenden
- Wajibu wetu - Foto-Kalender kaufen
Patenschaften lehnen wir aus verschiedenen Gründen ab. In unserem kleinen Projekt werden Sie durch Rundbriefe und auf unserer homepage detailliert informiert, wie es den Kindern geht und können sich von vielen aktuellen Bildern überzeugen, dass Ihre Hilfe in Kenya gut ankommt (im wahrsten Sinne des Wortes).
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